18. Juli 2019

Unser Pflegekonzept

Wir sind Vertragspartner aller Kassen

Wir sind Tag und Nacht ( 24 Stunden) auch an Sonn- und Feiertagen für Sie erreichbar.
Rufen Sie uns an.
09941/904414 oder 09943/ 943305


Unser ambulanter Pflegedienst ist eine selbständig wirtschaftende Einrichtung mit Geschäfträumen in 93479 Grafenwiesen, Perlingerstrasse 4
und in 93462 Lam, Arberstraße 33

Ziel und Aufgabe unseres Pflegedienstes ist die Pflege, Behandlungspflege ( nach ärztlicher Verordnung) und hauswirtschaftliche Versorgung alter, kranker, behinderter und pflegbedürftiger Menschen in ihrer gewohnten Umgebung.

1. ENTSTEHUNGSGESCHICHTE UND AUSSENDARSTELLUNG

Am 01.07.1999 wurde der Ambulante Pflegedienst Wagner in der Rechtsform eines Einzelunternehmens gegründet.
Unser Pflegedienst ist aufgrund seines einheitlichen Erscheinungsbildes leicht zu erkennen. Das Logo des Pflegedienstes ist einprägsam und ermöglicht dadurch einen hohen Wiedererkennungswert.
Alle Mitarbeiter tragen einheitliche weiße Berufskleidung.
Alle Firmenfahrzeuge haben eine einheitliche Farbe und sind mit dem Logo und Schriftzug des Pflegedienstes beschriftet.
Wir pflegen im Kreis Grafenwiesen bis Lam und den angrenzenden Bereichen
Unser Einsatzsgebiet
GRAFENWIESEN mit Umgebung
Hohenwarth, Rimbach, Thenried, Arrnschwang
BAD KÖTZTING mit Umgebung
Blaibach, Miltach, Steinbühl, Wettzell, Lederdorn, Runding, Chamerau
LAM mit Umgebung Lamer Winkel
Arrach Haibühl, Ottenzell, Lohberg, Neulirchen bei Hl. Blut

2. DARSTELLUNG DES LEISTUNGSANGEBOTES

Unser Pflegedienst erbringt Leistungen im Bereich der Krankenversicherung, Pflegeversicherung sowie im Auftrag der Sozialleistungsträger. Darüber hinaus bieten wir unseren Pflegebedürftigen zusätzliche Dienstleistungen an.

2.1 KRANKENVERSICHERUNG

Im Rahmen der Krankenversicherung bieten wir folgende Leistungen an:

§ 37 SGB V: Tag - und Nachtwache

§ 37.1 SGB V: Krankenhausersatzpflege
~ zur Vermeidung von Krankenhauseinweisungen
~ zur Verkürzung eines Krankenhausaufenthaltes
~ wenn Krankenhausbehandlung geboten, aber nicht ausführbar ist.

§ 37.2 SGB V: Behandlungspflege
~ zur Sicherstellung der ärztlichen Behandlung

§ 38.1 SGB V: Pflichtleistung
~ Familienpflege, Kinderbetreuung bei Verhinderung der Betreuungsperson

§ 38.2 SGB V: Satzungsleistungen
~ Weiterführung des Haushalts bei pflegebedürftigen Menschen bis zu 6 Wochen
~ Betreuung und Beaufsichtigung von Kindern


2.2 PFLEGEVERSICHERUNG

Wir erbringen nach den Maßgaben des SGB XI, Leistungen im Bereich der Körperpflege, Mobilität, Ernährung und Hauswirtschaftlichen Versorgung nach Maßgabe der gültigen Leistungskomplexe. Wir beraten Angehörige über die Leistungen der Pflegeversicherung und unterstützen gezielt bei der Pflege vor Ort.

2.3 SOZIALVERSICHERUNG

§ 68 BSHG: Hilfe zur Pflege
Grundpflege und Hauswirtschaftliche Versorgung

§ 69b BSHG Ergänzende Hilfe zur Pflege

2.4 KOOPERATION MIT ANDEREN DIENSTLEISTUNGSANBIETERN

Gewährleistet ist auch die Kooperation mit anderen Berufsgruppen. Schriftliche Kooperationsverträge werden nicht abgeschlossen. Eine besondere Regelung der kooperativen Zusammenarbeit sind nicht in schriftlicher Form festgehalten.

3. AUFBAU DES PFLEGEDIENSTES

Wir garantieren unseren Pflegebedürftigen eine ausreichende, gleichmäßige und konstante Versorgung entsprechend des pflegerischen Bedarfs und der individuellen Bedürfnisse, d.h. wir sind 24 Stunden am Tag zu erreichen.
Unsere Bürozeiten sind Montag von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Außerhalb der Bürozeiten sowie an Wochenenden und Feiertagen ist über die Rufnummer des Pflegedienstes, durch Anrufweiterschaltung auf ein Mobiltelefon, jederzeit eine erfahrene Pflegefachkraft erreichbar. In besonderen Fällen kann sich die diensthabende Pflegekraft jederzeit mit der Pflegedienstleitung oder deren Stellvertretung in Verbindung setzen (Hintergrunddienst).
Wir pflegen unter ständiger Verantwortung einer ausgebildeten Pflegekraft. Sie verfügt neben einer pflegerischen Ausbildung über langjährige pflegefachliche Erfahrung im ambulanten Pflegedienst. Sie besitzt darüber hinaus eine Zusatzqualifikation zur ambulanten Pflegedienstleitung, stationären Pflegedienstleitung sowie zur Heimleitung. Die stellvertretende Pflegefachkraft verfügt ebenfalls über pflegefachliche Erfahrungen.
Unser Pflegedienst erfüllt die vertraglich vereinbarten personellen Mindestvoraussetzungen.

3.1 AUSWAHL UND EINARBEITUNG NEUER MITARBEITER

Wir legen großen Wert bei der Auswahl neuer Mitarbeiter auf fachliche Qualifikation, soziale Kompetenz, insbesondere im Umgang mit unseren Pflegebedürftigen und Teamfähigkeit. Die Aufgaben und Kompetenzen der Mitarbeiter sind in Stellenbeschreibungen näher bestimmt. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter erfolgt an Hand eines strukturierten und schriftlichen Einarbeitungskonzepts. Die Einarbeitungszeit richtet sich nach den beruflichen Erfahrungen der neuen Mitarbeiter in der ambulanten Pflege und dauert in der Regel 2 Wochen.
Die einzelnen Schritte der Einarbeitung werden protokolliert und dienen als Grundlage der weiteren Peronalentwicklung. Der Aufbau und die Inhalte der Einarbeitungsphasen sind in unserem Einarbeitungskonzept beschrieben.

Wir beschäftigen als Stammpersonal Mitarbeiter folgender Qualifikation:
~ Krankenschwestern
~ Altenpflegerinnen
~ Hauspflegekräfte

Pflegerische Hilfskräfte ohne pflegerische Vorkenntnisse nehmen an einem Hauspflegebasiskurs teil und werden unter ständiger fachlicher Anleitung eingesetzt. Aufgrund unserer Personalstruktur ist es uns möglich, eine kompetente und bedarfsgerechte Pflege nach den allgemein anerkannten pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse zu erbringen.

4. ORGANISATION DES PFLEGEDIENSTES

Unser Pflegedienst erbringt Pflegeleistungen nach den Maßgaben des SGB V, SGB XI, BSGH sowie Privatleistungen.
Unser Leistungs- und Beratungsangebot wird ausführlich in unserer Pflegedienstbroschüre beschrieben. Diese wird jährlich auf Aktualität geprüft, an Interessierte und unsere neuen Pflegebedürftigen übergeben. Sie liegt bei Ärzten, Apotheken, Sanitätshäusern und einigen Selbsthilfegruppen aus.

4.1 PFLEGEVERSTÄNDNIS UND PFLEGEMODELL

In unserem Pflegeverständnis drückt sich unser Bewusstsein aus.
Wir sehen jeden Menschen als ein selbstbestimmtes Individuum mit umfassenen Bedürfnissen, die in einem vernetzten Zusammenhang stehen. Unsere Aufgabe ist es, ihn in sienen Lebensaktivitäten die er nicht mehr eigenständig ausführen kann zu unterstützen und zu aktivieren, damit er im Rahmen seiner Möglichkeiten ein unabhängiges Leben führen kann. Pflege umfasst eine große Verantwortung gegenüber allen Betroffenen und ihren Angehörigen.

Unser Pflegeverständnis prägt die
~ Art und Weise des menschlichen Umgangs,
~Durchführung des Pflegeleistung
~Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der zu Pflegenden
~ sowie Art und Umfang der Hilfeleistung.

Bei und wird das Modell der Fördernden Prozesspflege von Monika Krohwinkel angewandt.

Ein Modell ist eine einfache meist graphische Darstellung komplexer Sachverhalte.

Monika Krohwinkel ist Professorin für Pflege an der Ev. Fachschule in Darmstadt. Sie veröffentlichte erstmals 1984 ihr konzeptionelles Modell der Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens. Das Modell wurde in einer 1991 abgeschlossenen Studie erprobt und weiterentwickelt.
Wir orientieren unsere Pflege am Pflegemodell nach Monika Krohwinkel, weil es grundsätzlich von Bedeutung ist, den Menschen ganzheitlich ( Geist- Körper- Seele ) zu sehen, ihn mit seiner gelebten Biographie zu begleiten, zu betreuen und zu pflegen unter dem Aspekt der 13 AEDL´s ( 13 Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens)

Entscheidend ist bei diesen Überlegungen, dass der alte Mensch als ganzheitlich zu begreifende Person mehr ist als die 13 AEDL. Er ist immer mehr als die Summe dieser Teile.

Durch das Modell wird die Eigenständigkeit der Pflege betont und durch den ganzheitlichen Pflegeansatz eine umfassende und aktivierende Pflege ermöglicht.

4.2 MENSCHENBILD

Eine exakt ausgeführte Pflege muss ihrer Meinung nach auf beobachtbaren und messbaren Phänomenen beruhen und nicht auf Intuition oder glücklichen Umständen. Krohwinkels Pflegemodell hat als Grundlage eine ganzheitliche Sicht des Menschen und seiner Umgebung. Mensch und Umgebung gehören zusammen, beeinflussen und verstärken sich gegenseitig.
Das Strukturmodell der 13 AEDL ist ein Teilbereich des kompletten Modells der Fördernden Prozesspflege. So werden die Pflegeanamnese, die Fähigkeiten, Probleme, Hilfsmitte, die Ziele sowie der Pflegeplan und die abschliéßdende Auswertung der Pflege entsprechend gegliedert und bearbeitet. Die AEDL- Bereiche sind nie getrennt voneinander zu begreifen. Sie stehen miteinander in einer gegenseitigen Wechselbeziehung und bedingen sich gegeneinander.

AKTIVITÄTEN UND EXISTENTIELLE ERFAHRUNGEN DES LEBENS ( AEDL ) nach Monika Krohwinkel

1. KOMMUNIZIEREN

Kommunizieren bedeutet Signale zu senden und zu empfangen !
(Wahrnehmungsfähigkeit, Ausdruck von Gefühlen, Gestik, emotionale Bedürfnisse, Sprache, Schreiben, Mimik, Hören, Sehen (Hilfsmittel), Erinnerung, Konzentration )

2. SICH BEWEGEN

Leben ist Bewegung !
(aktive und passive Kontrakturenprophylaxe, Gehen, Lagerung, Gleichgewicht, Gleichgewichtsstörungen )

3. VITALE FUNKTIONEN DES LEBENS AUFRECHTERHALTEN

Beobachtung und Wahnehmung !
(Vitalzeichen, RR, BZ, Atemfähigkeit, Wärmeregulation )

4. SICH PFLEGEN

Nur wer sich selbst mit Sorgfalt pflegt, wird auch andere mit Sorgfalt pflegen können !
(Körperpflege, Hautzustand, Hautschäden)

5. ESSEN UND TRINKEN

Essenswünsche und Essverhalten im Alter sind jahrelang geprägt !
(Kostformen, Bedürfnisse, Anreichen, Zubereitung (Erbrechen))

6. AUSSCHEIDEN

Sämtliche pflegerische Maßnahmen bei Inkontinenz bedeuten ein Eindringen in die Intimsphäre des Menschen !

(Obstipation, Diarrhoe, kontinent, inkontinent, Toilettentraining

7. SICH KLEIDEN

Grundrechte auf Wahlfreiheit und Selbstverwirklichung !
(bevorzugte Kleidung)

8. RUHEN UND SCHLAFEN

Ruhen und Schlafen sind elementare Bedürfnisse des Menschen !
(Schlafgewohnheiten, Schlafstörungen, Schlafrhythmus)

9.SICH BESCHÄFTIGEN

Sich selbst zu beschäftigen als elementares Bedürfnis alter Menschen !
(Tagesgestaltung, Hobbys, selbständige Aktivitäten)

10. SICH ALS MANN / FRAU FÜHLEN

Pflegerische Nähe kann auch bedrängende Situationen schaffen !
(Sexualität)

11. FÜR EINE SICHERE UMGEBUNG SORGEN

Ein elementares Bedürfnis alter Menschen ist es, sich in ihrem persönlichen Lebensbereich sicher zu fühlen!
(Psychische Sicherheit, Orientierungshilfen)

12. SOZIALE BEREICHE DES LEBENS SICHERN

Zur Lebensqualität gehört das Eingebundensein in ein Netz von Beziehungen !

13. MIT EXISTENTIELLEN ERFAHRUNGEN DES LEBENS UMGEHEN

Erfahrungen macht jeder einzelne Mensch für sich !

4.3 PFLEGEPROZESS

Wir führen zur Feststellung des Pflegebedarfs mit der häuslichen Pflegesituatuion einen Erstbesuch durch.

Sollte sich dieser in einer anderen Pflegeeinrichtung befinden, führen wir ein Vorgespräch durch, um notwendige Maßnahmen für die Entlassung in die häusliche Versorgung planen zu können.

Das Aufnahmegespräch wird von der leitenden Pflegefachkraft oder ihrer Stellvertretung geführt. Anhand eines standardisierten Pflegeanamnesebogens, orientiert nach den AEDL´s werden Informationen zum Pflegebedarf, die Möglichkeiten der aktivierenden Pflege sowie die Fähigkeiten des Pflegebedürftigen ermittelt. Angehörige oder weitere Pflegepersonen werden in das Gespräch mit einbezogen.

Es wird für jeden Pflegebedürftigen ein Kostenvoranschlag erstellt und ein schriftlicher Pflegevertrag in zweifacher Ausfertigung geschlossen. Ein Exemplar wird dem Pflegebedürftigen ausgehändigt. Bei Veränderungen im Pflegeumfang wird der Vertrag entsprechend angepasst.

Aufgrund der Pflegeanamnese wird zur Durchführung einer aktivierenden Pflege eine Pflegeplanung erstellt und die Verantwortlichkeit im Rahmen der Leistungserbringung festgelegt. Die Pflegeplanung enthält Probleme, Ressourcen und Pflegeziele, die realistisch und überprüfbar sind sowie geeignete Maßnahmen zur Zielerreichung. Bei der Durchführung der Pflege wird auf ein einheitliches Vorgehen durch die individuelle Anwendung von selbstentwickelten Standards geachtet. Die Pflegeplanung wird regelmäßig durch Pflegevisiten und Fallbesprechungen im Hinblick auf Wirksamkeit der Pflege, Zielerreichung und Zufriedenheit des Pflegebedürftigen ausgewertet und dem Verlauf des Pflegeprozessen angepasst.

Alle Daten unserer Pflegebedürftigen werden in einem standardisierten Pflegedokomentationsystems des eigenen Pflegedienstes erfasst.
Die Dokumentationsunterlagen werden sach- und fachgerecht geführt und in der Regel beim Pflegebedürftigen aufbewahrt.

4.4 DIENST- UND TOURENPLANUNG

Die zeitliche Organisation der Pflehetouren richtet sich nach den Bedürfnissen unserer Pflegebedürftigen und den Wünschen unserer Mitarbeiter. Der Dienstplan wird in der Regel 4 Wochen im voraus erstellt, hängt im Besprächungszimmer aus und wird jedem Mitarbeiter ausgehändigt. Durch eine Zuordnung der Mitarbeiter zu festen Pflegetouren (Bezugspflege) sind wir bestrebt den Personalwechsel gering zu halten und den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses uu fördern. Der Dienst beginnt und endet in den Büroräumen des Pflegedienstes, sodaß ein ständiger Informationsaustausch gewährleistet ist.
Nach jeder Tour werden die für den nachfolgenden Mitarbeiter relevanten Informationen über die Pflegebedürftigen in einem Dienstübergabebuch dokumentiert. Darüber hinaus führen wir regelmäßig mit allen Mitarbeitern protokollierte Dienstbesprechungen durch.

5. MASSNAHMEN ZUR QUALITÄTSSICHERUNG

Wir sind ständig bestrebt die Qualität unserer Arbeit zu verbessern.
Aus diesem Grund führen wir regelmäßige Maßnahmen zur Qualitätssicherung durch.

Dazu gehört z.B.

~ die Pflege unserer Pflegebedürftigen nach selbst entwickelten Pflegestandards und deren regelmäßige Überprüfung durch unseren QMB und ausgesuchten Mitarbeitern in Qualitätszirkeln,

~ die regelmäßige, geplante interne und externe Fortbildung der Mitarbeiter orientiert nach den Erfordernissen des Pflegedienstes und der Qualifikation der Mitarbeiter,

~ die Vorhaltung einer Bibliothek mit Pflegefachliteratur und -zeitschriften, die für alle Mitarbeiter zugänglich und entleihbar sind,

~ die Durchführung von protokollierten Dienst- und Fallbesprechungen,

~ sowie die regelmäßige Überprüfung, Auswertung und Weiterentwicklung unseres internen Qualitätsmanagementsystems.

Das überarbeitete Pflegekonzept tritt am 01.07.2005 in Kraft.

Aktuelles

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