23. September 2019

Wir pflegen Sie Zuhause!

Der Ambulante Pflegedienst Alexander Wagner pflegt kranke, behinderte und pflegebedürftige Personen in ihren eigenen vier Wänden.

Pflegenden Angehörigen, pflegebedürftigen oder alleinstehenden, alten, kranken Menschen, die bisher auf fremde Hilfe verzichtet haben, bieten wir unsere Hilfe an. Familienangehörige werden auf Wunsch in den Pflegeprozess mit einbezogen. Unser Ziel ist es, dem betroffenen Personenkreis ihr selbstbestimmtes Leben und ihre gewohnte Umgebung so lange wie möglich zu erhalten. Grundsätzlich kann jeder Pflegebedürftige unsere Leistungen in Anspruch nehmen. Wir erstellen mit Ihnen und Ihren Familienangehörigen ein speziell auf die persönliche Situation zugeschnittenes Leistungspaket. Wenn Sie Ihr Leben nicht mehr alleine schaffen oder durch die Pflege überfordert sind, helfen und beraten wir Sie gerne und unverbindlich.

Einblicke in die Arbeit des ambulanten Pflegedienstes

Der erste Seniorennachmittag des Jahres in Lam begann mit einer Andacht in der Kirche. Dann trafen sich gut 30 meist weibliche Personen mit Pfarrer Ambros Trummer und Pastoralreferent Martin Münch im Pfarrsaal zu Kaffee und Kuchen und hörten einen halbstündigen Vortrag von Alexander Wagner vom ambulanten Pflegedienst Grafenwiesen, der auch in Lam an der Arberstraße gegenüber dem Parkhaus ein Büro unterhält und 18 Personen beschäftigt.
Sehr verständlich erklärte der Sprecher, dass man unter ambulanter Pflege die häusliche Versorgung von pflegebedürftigen Personen versteht, die entweder durch nicht professionelle Pflegepersonen, also Angehörige oder auch nicht zur Familie gehörige sonstige Personen, aber auch (vollständig oder teilweise) von ambulanten Pflegediensten durch deren ausgebildetes Pflegepersonal erfolgen kann.

Das Pflegeheim ersparen
Wichtigstes Ziel der ambulanten Pflege ist, dass die Betroffenen möglichst nicht in ein Pflegeheim müssen. Die Pflege könne leicht sein und langsam anwachsen, aber auch plötzlich nach einem Schlaganfall oder Infarkt notwendig werden. Dann stehe der Pflegende momentan vor dem Problem, alles richtig zu machen. Das erzwingt oft eine vollkommene Umstellung der Lebensgewohnheiten und kann zu Konflikten vor allem bei Demenz- und Alzheimerpatienten und dauernd Bettlägerigen führen. Selbst wenn sich die ganze Familie beteiligt, könne es zu Überlastung mit Schuldgefühlen und Depressionen kommen.
Da bietet sich der ambulante Pflegedienst an, der mit physisch und psychisch ausgebildetem Personal unterstützend, anleitend, beratend oder mit Vollpflege hilft. Krankenkassen bieten Pflegekurse an.

Sinnvolle Ergänzung
Bei offenen Wunden (Wundliegen) sei der Einsatz eines Pflegedienstes Pflicht. In seiner gewohnten Umgebung ist eine individuelle Pflege und Versorgung die sinnvolle Ergänzung nach und neben den ärztlichen Leistungen. Zuhause fühlt sich der Mensch am wohlsten und das trägt wesentlich zur Besserung, Genesung und dem Wohlbefinden bei.
Die häusliche Krankenpflege umfasst Grundpflege bei Schwer- und Langzeitkranken jeden Alters (als Pflegesachleistung), die Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung und Versorgung nach operativen Maßnahmen, die hauswirtschaftliche Versorgung und Betreuungsdienste, Beratung in allen Fragen zur Pflegeversicherung und zur Finanzierung der Leistungen, Hilfe bei Anträgen, Pflegeberatung, Pflegeanleitung und Gesprächskreise für pflegende Angehörige, oft seelsorgerische Begleitung und weitere lokal angebotene Leistungen oder deren Koordination wie Fahrdienste, Hauswirtschaft, Essen auf Rädern. Die Abrechung kann unterschiedlich geregelt sein, je nachdem mit welcher Versicherungsart ( Gesetzl. Krankenkasse, Private Kasse, Pflegeversicherung) über die eigene persönliche Bezahlung hinaus abgerechnet werden soll oder kann.

Möglichkeit Behandlungspflege
Die häusliche Krankenpflege als Behandlungspflege wie Medikamente stellen und verabreichen, Verbände wechseln, Injektionen verabreichen, Absaugen, Infusionstherapie und alle anderen medizinischen Hilfeleistungen werden von Krankenkasse nach ärztlicher Verordnung übernommen. Die Grundpflege ( als Pflegesachleistung) wie Körperpflege, Hilfe beim Ankleiden, Auskleiden, aber auch bei der hauswirtschaftlichen Versorgung (Wäsche waschen, putzen) zahlt die Pflegekasse, sofern ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse (MDK) die Pflegebedürftigkeit einer Person überprüft und die Pflegestufe I- III eingruppiert hat. Dabei richtet sich die Höhe der Kostenbeteiligung an der gesamten pflegerischen Betreuung nach der Höhe der festgestellten Pflegestufe. Auch der Zeitaufwand ist minutengenau geregelt. Man kann sich dann entscheiden, ob man Geldleistungen ( wenn z.B. ein Angehöriger die Hilfsleistungen verrichten kann ), Sachleistungen ( wenn der Pflegedienst allein die Hilfsleistungen durchführt) oder Kombileistungen ( der Pflegedienst rechnet mit der Pflegekasse ab, den Überschuß, allerdings nur bezogen auf den fiktiven Geldleistungsbetrag, erhält der Versicherte, nicht der Pflegende) in Anspruch nehmen möchte.

Pflegestufen beantragen
Pflegestufen müssen erst bei den Pflegekassen beantragt werden. Sie werden nicht automatisch erstellt bzw. genehmigt. Die Leistungen werden immer erst vom Tage der Antragstellung an genehmigt oder abgelehnt.
Das Referat warf viele Fragen auf, die von Alexander Wagner geduldig beantwortet wurden. Schließlich dankte Anni Graßl im Namen der Seniorenbetreuung auch für die Spende von Kaffee und Kuchen.

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